2 Tage KunstRaum/ArtSpace „Alte Bürger” 2019

vom 17.-18.08. waren phantastisch!


Das Team vom KunstRaum/ArtSpace bedankt sich für ein grandioses Kunstwochenende
bei allen Künstler*innen, Publikum, Gästen, Sponsoren und Kooperationspartnern.

Es war phantastisch.
Vielen Dank!

 

The KunstRaum/ArtSpace-Team says Thank you! to all the artists, the audiences,
to all sponsors and partners for a wonderful weekend of the Arts. 

It was awesome! 

We are very grateful to all of you!



Wir stellen in loser Reihenfolge die Teilnehmer*innen von 2019 vor:


T.E.H.D.A.S. (Partnerstadt Pori, Finnland)

„T.E.H.D.A.S.”

Performance

 

T.E.H.D.A.S. ist eine Künstlergruppe, eine Produktionsplattform, ein anonymes offenes Kollektiv und eine Vereinigung. T.E.H.D.A.S. Das Unternehmen hat seine Basis im weichen Untergrund der finnischen Kulturlandschaft in der Stadt Pori im Herzen eines alten Kurzwellensenders eingerichtet.

Das amorphe Kollektiv besteht seit fast zwei Jahrzehnten aus wechselnden Konfigurationen multidisziplinärer Künstler, die Performance-Festivals, Kunstausstellungen, einen Skulpturenpark und unzählige Veranstaltungen und Aktionen hervorbringen.

T.E.H.D.A.S. überträgt eine ständig wechselnde Kakophonie von Stimmen, die zusammenkommen und Signale von Harmonie, Anarchie und den sanften und dunklen Tönen des Dadajazz aussenden, der aus den kreativen Säften schöpft, die aus dem kollektiven Unterbewusstsein seines Kollektivs gepresst werden.

 

Wir sind ein Kollektiv. Wir sind T.E.H.D.A.S.

T.E.H.D.A.S. versammelt sich nun und schlendert Richtung Bremerhaven, um geboren zu werden.



Jorge Samaniego Bonnin (Helsinki, Finnland)

„Yvapurü”

 

Yvapurü ist ein multidisziplinärer Künstler, der mit verschiedenen künstlerischen Ausdrucksmitteln arbeitet. 

 

In diesem Raum können Sie Gravuren und Linolschnitte aus der Serie Tropical Forest sehen, dann einige der letzten Collage-Arbeiten aus der Serie Japanese Icons, hergestellt mit Washi Tape, und einige zufällige Zeichnungen und Drucke. 

 

Die Rahmen wurden in Zusammenarbeit mit Julian Schmonsees (G. v. Häfen, Bremerhaven) hergestellt.

 



WERK. Embassy of creators

WERK.

 

WERK. ist die Bürgermeister-Smidt-Straße 218.

 

WERK. sind Räume für Kreative, Macher und Visionäre, deren Projekte nachhaltig, engagiert und wichtig sind. Motivation, Förderung und Engagement, den Start zu begleiten, Gespräche zu führen, Raum zu bieten sowie Ressourcen und Materialen zu organisieren ist die Aufgabe von WERK.

 

@werk.embassy



Stefanie Manhillen (Berlin)

„Das Leben ist ein Salat”

Eine Installation zum Selbst-Installieren

 

Die Installation aus mehr als 150 Mixed-Media-Elementen – als Sinnbild der modernen, schnellen Gesellschaft, in der jeder sich immer wieder neu finden und dich den Gegebenheiten anpassen muss. 

 

In einer Welt, in der es keine unverrückbaren Wahrheiten mehr gibt, wird der Besucher dazu aufgefordert alles umzusortieren, zu stapeln und schreiben – seine eigene Wahrheit zu schaffen und damit die Ausstellung immer wieder zu verändern.

 

Intervallmäßig gibt es Tanz-Performances von Marco Jodes.



Fernando Valero (Bremerhaven)

„Eis kann bunt sein” und „Leuchtende Folien”

 

Eis kann bunt sein

Wenn wir eine Scheibe natürliches Eis auf eine Glasplatte übertragen, es bis zu einer Dicke von etwa einem Millimeter hobeln und schließlich zwischen zwei Polarisationsfiltern belichten, können wir die kristalline Struktur des Eises als farbiges Muster sehen.

 

Leuchtende Folien

 

Der Künstler Fernando Valero hat Klarsichtfolie aus verschiedenen Verpackungen gesammelt, Schicht auf Schicht geklebt und Collagen daraus hergestellt. Mit diesen Collagen verwandelte er das Verpackungsmaterial mit Hilfe von Licht und Filtern in farbige Bilder und Skulpturen, sodass die Collagen wie Kristalle erscheinen.



Ralf Schreiber (Köln)

„tiny movements, breaks and silence“

Klangkonzert

 

Ein Schattenspiel mit Geräusch und Perkussion. Auf einem Overheadprojektor liegen kleine Motoren, Federwerke, autonome Roboter und vibrierende Saiten.  Ralf Schreiber bringt dieses Instrumentarium aus eigensinnigen Apparaten und präparierte Materialien mit Hilfe kleinster Bewegungen und Interaktionen zum Klingen und untersucht so die elementaren Wechselwirkungen von Ton und Material. Vieles entzieht sich dabei dem kontrollierten Spiel, ist forschender Prozess und permanente Improvisation.

 

Er wird zwei Konzerte am Samstag und ein Konzert am Sonntag spielen. Dauer ca. 30 Minuten. Während der Konzerte funktioniert der Aufbau als kinetische Lichtinstallation und er ist vor Ort und kann erläutern & Auskünfte geben.



Maria Theresia Eichert (Bremen)

„Holy Cow”

Installation 

 

Bremerhaven ist nicht nur eine Stadt, die am Wasser liegt, sie ist auch von Weidefläche umgeben, die von Nutztieren bewohnt wird. 

Die Domestizierung des Wildrindes fällt dabei zusammen mit dem Sesshaft werden des Menschen und somit mit dem Beginn unsere Kultur. 

 

Die Kuh begleitet uns in dieser Entwicklung bis heute und ist in vielen Regionen der Welt nicht nur „materiell wertvoll“, sondern auch Kulturträger. 



Agentur für ungewöhnliche Begegnungen

„Der Kontaktladen”

Performance

 

Alltagsgegenstände wie Leitern, Stühle werden ergänzt mit Zollstöcken, Bauklötzen und vielem anderen mehr und reizen zur Auseinandersetzung, zur Begegnung. Die „geschulten“ Akteur*innen sind selber wechselweise aktiv und gestalten den Laden immer wieder neu und um – auch selbständig, ohne direkt die Besucher*innen zu animieren. 

Diese sollen durch die Aufforderungsqualitäten der Arrangements zum Mitmachen angeregt werden, können aber auch nur betrachten, was und wie sich Atmosphäre, Begegnung, Aktion und Muße, Gemeinsamkeit und Isolierung im Raum entwickelt.

 

Künstler*innen:

Absolventen-Fortbildung „Performative Methoden in der kulturellen Bildung Remscheid und regionales Team aus Bremerhaven



Sofia Schneider (Bremerhaven)

Zwischen den Quartieren”

Performance

 

Bei der Installation werden Möbel und Wohnaccessoires in ein anderes Licht gerückt. Bilderrahmen werden zu Lampen, Stühle werden zu Bildern, Holz wird zu Stoff und Lampen zum Stillleben umfunktioniert.

 

Diese Ausstellungstücke werden so ergänzt, dass sie eine Verbindung zwischen dem Goethe Quartier und dem Quartier der Alten Bürger herstellen. 

 

Die Fäden weiter spinnen und aufzeigen, dass alles mit einander verwoben ist.



„Yankadi Ba” (Bremerhaven) 

Trommelgruppe

 

Die Trommelgruppe Yankadi Ba, spielt seit vielen Jahren westafrikanische Rhythmen der Malinke und ist auch über Bremerhaven hinaus als Organisator des Bremerhavener Afrika Festivals regional bekannt.

 

„Unsere siebenköpfige Gruppe bestehend aus drei weiblichen und vier männlichen Trommler*innen spielt ein umfangreiches Repertoire bekannter afrikanischer Stücke gewürzt mit Tanz und Gesang. Für uns stehen Spaß und aktive Teilnahme unserer Zuschauer und Zuhörer im Vordergrund.”

 

Lasst Euch am Samstag um 18 Uhr auf der Straße vom Groove und der Energie westafrikanischer Trommelmusik mitreißen.



Grit Reiss (Mainz)

„LASS UNS EIN DENKMAL BAUEN”

Installation 

 

Menschliche Handlungsprozesse hinterlassen Spuren im urbanen Raum. Ich begreife diese als Indizien menschlicher Entscheidungsprozesse. Jedes Indiz ist Zeugnis einer Vergangenheit. 

 

„Statt Farben und Formen auf einen Bildträger zu bringen, benutze ich das Gefundene. Dabei interessiert mich, wie der Abbildungsprozess der Kamera den Wahrnehmungsprozess beeinflusst.”

 

Teil 1: Videoprojektion auf Installation.

Teil 2: Videoübertragung auf Besucherhandy über Trigger



Florian Koppe (Österreich) 

„Geschlossene Gesellschaft” 

Installation

 

Was passiert draußen? Was passiert drinnen? Was außen? Was innen? Untersucht wird experimentell der Zugang zu Fragmenten der Barrierefreiheit, der deutschen Geschichte und den Besuchern der Veranstaltung.

 

Her-rein dürfen nur Sehbehinderte, Hörg’schädigte, Gestörte, Empörte, Faule, Träge, Schräge, Phlegmatische, Doggen, Dogmatismen, Menschen mit Rheuma, Demenz und Alzheimer, Alleingelassene, Verkrüppelte, Gehbehinderte, Erwerbsgeminderte, …



Daniel Brandl (Bochum) 

„Wohnungskonzert” 

Performance 

 

Der Musiker lädt zu einem Wohnungskonzert mit einem Mix aus Klängen der Umgebung und einer Auseinandersetzung mit der Umwelt. Daniel spielt Cello und mixt am Computer – Wiederholungen und Variationen.


Immer außergewöhnlich.

Immer frei – sich absichtlich überfordern. 



Charlotte von Heise (Beverstedt)

„Colada”

Installation und Fotografie

 

Wie trocknen die Menschen in Südamerika ihre Wäsche?
Spannende Szenarien an der Wäscheleine.



Schmitt & Schulz (Mainz)

„peeping pad”

Performance-Installation

 

„Wir zeigen das, was Sie schon immer über Performance-Künstler vermutet haben und mehr… und geben die ultimative Antwort auf die Frage: „Was machen Performancekünstler eigentlich so den ganzen Tag?“

Ein respektlos-witziger Kommentar auf Enthüllungsformate der Unterhaltungsmedien von Gala bis RTL, die mit Hilfe von Paparazzi oder Sendungen wie „Big Brother“ und pseudodokumentarischen „Reality-Shows“ unsere alltägliche Schaulust bedienen.”



David Rafael Kazior (Bremerhaven)

„Die Alte Bürger im neuen Glanz“

Fotografie & Malerei

 

Die Fotos der Alten Bürger wurden teilweise mit einer Spiegelreflex-Kamera und einer Handy-Kamera erstellt. Anschließend wurden die Fotos teileweise mit Acrylfarbe bearbeitet, auseinandergenommen und neu zusammengefügt, um die Schönheit und Markantes dieses Quartiers hervorzuheben und aus einem neuen Blickwinkel zu zeigen.



Rosa Schmidt (Bremerhaven) 

„SANDBANK/INDIGO DELTA” 

Installative Performance 

 

Klangspuren, die akustische Qualitäten und Gemeinschaften an vorübergehend besiedelten Sandstreifen und Materialansammlungen in Fluss- und Küstenregionen festhalten, finden in situativ entwickelten Kompositionen mit der Klangdimension menschlicher Aktivitäten in Hafenszenerien, Freifächensoundlandschaften und Motorenrotationen zum szenischen Gesamtbild des Unterwegsseins zusammen, während dysutopische landschaftliche Visionen momenthaft aufscheinen.



Martin Kemner (Bremerhaven)

„Bremerhavenbilder”

Interaktive Medieninstallation 

 

Martin Kemner arbeitet seit 20 Jahren als Videodesigner an verschiedenen Bühnen in Europa. Für ArtSpace macht er den Schritt von der Bühne in die bildende Kunst. 

 

In seiner interaktiven Videoinstallation werden die Zuschauer*innen Teil des Werkes, verändern Bild und Ton. Sie öffnen nicht nur neue Perspektiven - ohne aktive Zuschauer*innen existiert das Werk nicht, erst deren aktive Beteiligung macht die verborgenen Schätze sichtbar.

 



Robert Dörfert (Berlin) 

„let love mercy” 

Malerei und Installation 

 

Leonardo di Caprio, Robert de Niro, Conor Mcgregor und viele mehr sind Personen des öffentlichen Lebens – oft fotografiert und abgebildet.  Doch die malerische Umsetzung von Stars und Sternchen von Robert rückt diese auf eine ganz besondere Art in ein neues Licht.

Während des Events wird er auf einer 2 x 2 m -Platte „Live-Aktiv” arbeiten.

 

Abtauchen und Wahrnehmen – Realismus trifft auf Glitch-Art. 



Kira Metzler und Natascha Page (Berlin)

„Sorry, WE´RE FUCKED”

Performance

 

Schmerzen, Liebe, Vergänglichkeit, Betrug, Zerrissenheit – Ein Zeitraffer zweier Leben, die sich sehr privat zeigen und doch eine Art Spiegelbild der Zuschauer ist.



Kaveh Rasouli Chizari und Mohamad Salehi (Bremen) 

„The Therory of Banksy” 

Installation

 

Dies ist eine Art experimentelles, interaktives und künstlerisches Projekt, das sich „Theory of Banksy“ nennt. 

 

Mit einer interaktiven, von den Künstlern entwickelten App, soll die künstlerische Idee von „Banksy” eine neue Erfahrung zwischen den Zuschauern und seiner Kunst ermöglichen.



Reinhard Büsching (Bremerhaven) 

„Was ist Glück ...”

Videoinstallation 

 

Nachbarn in einem fremd gewordenen Land. Überlebensfreunde, welche sich neu erfinden müssen, in einer Welt, die nicht mehr die ihrige ist. Frühe Verweigerer und nicht ganz freiwillige Aussteiger finden zu sich selber. Eine Landpartie mitten ins Leben. Ein Besuch am Rande des Glücks.

 

Der Kurzfilm ist eine Studie zu einem vorgesehenen Langfilm, über einen unangepassten ehemaligen Schulleiter, einen verhinderten Berufspiloten sowie einen früheren Mauer und Dachdecker, der heute Lebenskünstler ist. Menschen, auferstanden aus den Ruinen eines untergegangenen Staats, und mehr der Gegenwart als der Zukunft zugewandt.



Kathleen Ann Barberio (Bremerhaven)

„Leaving Traces” 

Performance 

 

Jede Bewegung hinterlässt Spuren im Raum, im generellen Raum wie auch im persönlichen Raum (der Kinesphäre).

 

„Diese Spuren möchte ich sichtbar machen. Beginnend mit einem fast leeren Raum, den ich tanzend erfasse, hinterlasse ich ganz konkret Spuren: am Boden, an den Wänden,…

in den Köpfen.”



Ghaku Okazaki (Bremen)

„Lebenskraft”

Installation 

 

Bunt und vielfältig ist die Installation von Ghaku, der eine Mischung aus Wandmalerei, Skulpturen und Videomaterial vorstellt. 

Die Einheit der verschiedenen Elemente steht zwar im Mittelpunkt, jedoch macht erst die Vielfältigkeit die Kunst so reizvoll. Eine Visualisierung von unterschiedlichen Lebensweisen, Geschlechtern und Kulturen. 



Claudia Hanfgarn (Bremerhaven)

”tanzende Ausstellung” 

Tanz-Installation 

 

Der Tanz, so sagt Claudia aus ihren Erfahrungen, ist für viele Menschen ein privater Akt um den eigenen Körper zu spüren und den Gefühlen freien Lauf zu lassen – unbeobachtet und alleine. 

 

In der „tanzenden Ausstellung“ bewegt man sich im öffentlichen Raum, ohne, dass man das Gefühl hat, beobachtet zu werden. 

 

Unbeobachtet (Mit-)tanzen. 



Katja Barbion (Cuxhaven)

„einstürzende Welten“ oder „it‘s all over now“

Malerei & Live-painting

 

„Ich bin bestrebt, eine Dreidimensionalität in meinen Bildern zu schaffen, die dem Betrachter das Gefühl gibt, direkt vor dem Objekt zu stehen. Dabei gehe ich nahezu fotorealistisch vor, ohne jedoch den künstlerischen Aspekt aus den Augen zu verlieren. Ich habe im Laufe meiner Arbeiten eine eigene Maltechnik entwickelt. Durch das Aufbringen verschiedener Strukturen, durch gezielten Einsatz von Licht und Schatten, als auch durch sehr detaillierte Ausarbeitungen ergibt sich die dreidimensionale, nahezu Fotorealistische Wirkung.”

 



Ariane Holz & Robert Lindner (Ottersberg) 

„Stolz und Vorurteil” 

Interaktive Installation

 

Die beiden Künstler öffnen für 2 Tage ein Ladenlokal, wo die Schönheit im Mittelpunkt steht, wobei sie doch so vergänglich ist. Sie kreieren essbare Kunst auf Fingernägeln, wobei sie sich mit den Besuchern auseinandersetzen und damit das Bild der Stadt, privat und doch so allgemeingültig, porträtieren.

 

Die kulinarischen Kunstwerke werden fotografiert und ausgestellt .

 

Die Installation wächst mit seinen Besuchern. Kommt zahlreich!  



Meike Rohde (Bremen) 

„Mindfactory & Schmeißfliegen”

Wandobjekte

 

Was bleibt übrig, wenn der ehemalige Laden ausgeräumt, das frühere Wohnhaus leer und sich selbst überlassen ist? Vielleicht ein paar zurückgelassene Einrichtungsgegenstände und vergessene, persönliche Dinge, ein wenig Unrat. Und auf jeden Fall das Krabbelgetier. 

 

Niemand vertreibt es mehr aus den Lieblingsecken, saugt es mit dem Staubsauger weg, fegt es hinaus auf die Straße. Das Krabbelgetier kann sich nun frei entfalten und ungestört die Treppenhäuser und dunklen Ecken, die Wände, Decken und kleinen Bodenlöcher ihr Zuhause nennen.



Gerten Goldbeck (Hamburg)

„Dekonstruktion“

Interaktive Installation 

 

Am Sonntagvormittag beginnt Gerten Goldbeck damit, alte Bücher neu zu erfinden, ihnen neues Leben zu geben und damit einen anderen Sinn. 

 

Die Dekonstruktion von Büchern beinhaltet enorme Veränderung, jedoch nicht die Zerstörung der Buchseiten. Vielleicht ein schockierendes Erlebnis  für jeden Buchliebhaber, der womöglich die Aktion als Kunstliebhaber verlässt. 

 



Anna Adam (Budapest/Ungarn)

„Secret Garden”

Performance

 

Was sind die Folgen einer Sünde? In welchem Verhältnis stehen Bestrafung, Gewissen und Schuld und in welchem Verhältnis stehen sie zur Sünde? Hat Schuld verschiedene Arten, Ebenen und Arten der Absolution? Inwieweit haben soziale Normen unser eigenes Verschulden? Woher kommt das Gefühl der Schande? Was sind die verschiedenen Phasen des Bedauerns? Welche Arten von Reue, Erlösung oder Erlass kennen wir?

 

In der Performance ist die Tänzerin für ihre Taten verantwortlich, sie stellt sich dem, was sie getan hat, gibt Rechenschaft ab, gesteht, bekennt sich und wäscht sich mit der Reinigungskraft von Wasser und Blumen. 



 

Andrea Türk (Cuxland)

„A mile in my shoes”

Installation

 

Warum sammeln wir Menschen eigentlich Dinge mit Leidenschaft? Halten Erinnerungen durch Gegenstände oder geschriebenes Wort fest? Und was passiert nach unserem Ableben mit den einst so persönlichen, wertvollen Dingen? 

 

Diesen Fragen geht Andrea Türk ganz behutsam in ihrer außergewöhnlichen Installation nach, nachdem sie auf einem Flohmarkt eine Kladde erstand, in der über Jahrzehnte eine inzwischen verstorbene Dame liebevoll eine Schuhsammlung beschreibt: Von den Reiseschuhen über die Hochzeitsschuhe bis hin zu den ersten Schuhen der Kinder – Schritt für Schritt, Schuh um Schuh – ein ganzes Leben ...

 



Vladimiro Miszak (Bremerhaven)

„Zeitsprung”

Malerei

 

Gegenübergestellt werden Bilder aus den Jahren 1968/71 und heute. Bilder, die beeinflusst sind vom politischen und gesellschaftlichen Wandel in Europa.

 



Sandra Jakobs (Bremerhaven)

„Schwarzarbeit”

Papierskulpturen & Radierungen

 

In der Werkstatt „edition Schwarzarbeit“ von Sandra Jakobs entstehen in der Jahrhunderte alten Technik des Tiefdrucks Radierungen. Die erzwungene Langsamkeit, welche die verschiedenen Arbeitsprozesse mit sich bringen, sind in der heutigen Zeit befremdlich und wohltuend. 

 

Arbeiten, drucken, um damit andere zu berühren...

Sehen, finden, berühren lassen.  

 



Markus Maier (Warendorf)

„Vordergrund mit Hintergrund”

Malerei

 

Gezeigt werden Arbeiten, die in der Verwendung unterschiedlichster Malmaterialien und Malflächenmaterialien ihren besonderen ästhetischen Reiz, Faszination und stoffliche Qualität - vorderseitig aufgebracht - auf der ursprünglich als Rückseite zu bezeichnenden Malfläche entwickeln. 

 

Die Rückseite wird zur Vorderseite - das gestalterische Ergebnis ist umgekehrt.



David Zinn (USA, Michigan)

Street Art

 

David Zinn kreiert seit 1987 Originalkunstwerke in und um Ann Arbor, Michigan. Seit mehr als zwanzig Jahren schleicht sich „sinnlose“ Kunst in die Welt. 

Zu seinen professionellen Aufträgen gehörten Theaterplakate, Firmenlogos, Zeichentrickfilme, Deponiewandbilder, Umwelt-Superhelden, Unternehmens-Allegorien und handbemalte Muldenkipper. 

 

Dank der Versuchung einer Schachtel Kreide auf dem Bürgersteig an einem ungewöhnlich sonnigen Tag ist Herr Zinn auf der ganzen Welt für die Kunst bekannt, die er unter seinen Füßen hervorbringt.

 

David Zinn wird gefördert von „Storm und Drang” 



Saskia Rudat & Ivo Schneider (Essen)

Das SÄCHSISCHE SCHWEIZ Kollektiv und die Tiere

„Leben und leben lassen”

Performance

 

Wenn die Polkappen schmelzen und die Wassertemperatur steigt, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir in Bremerhaven bald Bewohner der kalten Gegenden dieser Erde unsere Nachbarn nennen – so passiert in der Alten Bürger. 

 

Beobachte, wie Robben und Pinguine ihren ganz normalen Alltag in einer Wohnung meistern – nicht so einfach mit Flossen .... 



Kira Keune und Denise Tobinski (Ottersberg)

„Schlüssel 2-1-0”

Installation

 

Durch die Gegenüberstellung des Außenraums mit dem Innenraum verändert sich die Wahrnehmung. Der Betrachter wird mit dem Aufeinandertreffen dieser zwei Gegensätze konfrontiert, so dass eine unbekannte Situation entsteht, in der die Möglichkeiten des Umgangs mit dem Raum neu verhandelt werden kann. Daraus ergibt sich eine neue Art des Raumes; eine nicht eindeutig kategorisierbare Flächennutzung entsteht.

 

Die Installation wird zur Oberfläche für das Verhalten der Besucher. Bewegungsspuren lassen Verhaltensmuster erahnen und das Vertrocknen des Rasens spiegelt die künstliche oder gar unnatürliche Situation dieser Konfrontation wieder.



Josiane Ginter (Luxemburg)

Interaktiver Kunstdruck

 

Was möchte die Holzplatte auf dem Boden mir sagen? – Wohl die erste Frage der Besucher vom KunstRaum/ ArtSpace, wenn sie Josiane Ginters Kunst antreffen. 

 

Über die Holzplatte laufen, tanzen, spazieren oder sogar darauf springen ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Denn erst daraus entsteht der geheimnisvolle Kunstdruck. 

 

Schritt für Schritt zum gemeinsamen Kunstwerk. 



Sven Willms (Bremerhaven)

„ANONYM”

Fotografie

 

Graffiti – immer noch eine verpönte Kunst. Doch wer sind die

Künstler, die diese außergewöhnlichen Kunstwerke in den

öffentlichen Raum bringen?

Meistens unerkannte – deshalb vermummen sich viele aus

Reflex, wenn man sie porträtieren möchte.

 



Elke Bodin (Münster)

„Vielfältigkeit eines Quadrats”

Malerei

 

Das Quadrat – die wohl einfachste geometrische Form, die bei Elke und ihren zwei Künstlerkolleginnen Andrea Tenié und Sigrid Kantner, zu einer spektakulären Vielfalt findet. Das Trio versteht sich darin verschiedenen ästhetische Techniken zu verwenden, um ein Gesamtkunstwerk zu erschaffen, welches aus vielen einzelnen Quadraten besteht. 

 

Zusätzlich haben Besucher die Möglichkeit sich selbst aktiv an einem gemeinsamen Gesamtkunstwerk zu beteiligen.



Miriam Flick (Berlin)

„INTROJEKTION”

Performance

 

Introjektion ist eine Pantomime und Physical Theatre Performance und erzählt die Geschichte einer Frau, die erkennt, dass das eigene Leben, ihre täglichen Handlungen und Bewegungen bestimmten Regeln folgen.

 

Diese Regeln waren ihr nie bewusst und sie hätte diese auch nie akzeptiert. Als sie sich in einem Zustand zwischen Traum und Realität wiederfindet, erhält sie die Möglichkeit, ihr Leben und seine Regeln neu zu definieren.

 



Tanja Hehn (Bremen)

„Hoffnung ist der erste Schritt ...”

Linoldruck

 

Genervt sein von anderen Menschen, deren Handeln, deren Denkweise, deren Ignoranz und deren unaufhörlichen Einfluss auf dein eigenes verdammtes Leben - zu Ausdruck gebracht durch dicke, rote Druckbuchstaben an einer weißen Wand.

 

Lesen, schockiert sein, dann lächeln und sagen:

Ja, ich weiß was sie meint...



Anke von Januszkiewicz (Bremerhaven)

„Augenblicke”

Malerei 

 

Ohne in den Genuss einer professionellen Ausbildung gekommen zu sein, beschäftigt sich Anke von Januskiewicz mit verschiedenen Aspekten der Malerei und zeigt durch ihr Talent, dass auch die Freude daran zum Erfolg durch Ausstellungen und der Anerkennung Bremerhavener Künstlern führen kann.